Dienstag, 12. februar 2008
Einen spannenden
Beitrag von Prof. Dr. Peter Faulstich habe ich im aktuellen
edupaper gefunden.
Mir erscheint der Begriff „Lebenslanges Lernen“ (im deutschsprachigen Raum) momentan gekapert zu sein von bildungspolitischen Meinungsmachern.
Wie auch aus dem
Statement des BMBF hervorgeht, wird das Konzept „Lebenslanges Lernen“ zur „eierlegenden Wollmilchsau“ stilisiert. Nicht weniger als:
- Standort Europa mitgestalten
- Beschäftigung sichern und schaffen
- Herausforderungen des demografischen Wandels bewältigen
- Benachteiligungen abbauen
- Demokratie sichern
- Innovationskraft stärken steht auf der Agenda.
Vor diesem Hintergrund sind die mahnenden Worte der Kritiker, die in „Lebenslangem Lernen“ die Wiederkehr oder Steigerung von Entfremdung und Ausbeutung vermuten nur die Kehrseite der
Medaille.
In einem Werte- und Entwicklungsquadrat (nach Schulz von Thun) könnte eine Betrachtungsweise so aussehen. Die einseitigen Ausprägungen der Betrachtung des Konzeptes entwickeln sich schnell in
übersteigerte Formen.
Da erscheint mir so ein Beitrag wie der von Prof. Faulstich doch wohltuend differenziert.
von Nils J. Engelhard
veröffentlicht in:
Lebenslanges Lernen
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